Studie Nordic Walking mit Parkinson Patienten

C Studienuntersuchung

02 Warum Nordic Walking ?

Nordic Walking ist aus mehreren Gründen ein ideales Training für Parkinsonkranke. Der Bewegungsablauf ist nicht zu schnell und überfordert die Patienten von Seiten der Geschwindigkeit nicht. Mit Hilfe der Stöcke wird ein Rhythmus vorgegeben, die Patienten „vergessen“ nicht die Arme mitzuschwingen, da sie durch den Einsatz der Stöcke an die Armbewegung erinnert werden (externer Trigger). Weiterhin wird den Patienten ein Gefühl für einen ökonomischen Gangrhythmus vermittelt mit entgegen gesetztem Einsatz von Arm und Bein. Zudem erhöhen die Stöcke die Gangsicherheit, die Patienten haben weniger Angst zu stürzen. Der Sport kann in einer Gruppe ausgeführt werden (sozialer Effekt) und hat den Vorteil, dass das Training im Freien ausgeübt wird. Viele Parkinsonpatienten verbringen wenig Zeit außerhalb des Hauses, sodass ein Mangel an Vitamin D nicht selten ist. Die Patienten sind mit Hilfe der Stöcke in der Lage schneller zu gehen und Herz-Kreislauf-Ausdauer zu trainieren. Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass die Patienten in der Lage sind, den Bewegungsablauf zu lernen und Nordic Walking mit großer Freude ausüben.

Ziel der Untersuchung ist heraus zu finden, ob 1.) Nordic Walking die motorischen Fähigkeiten verbessern und 2.) Nordic Walking die Herz-Kreislaufausdauer verbessern kann. Falls sich positive Auswirkungen des Nordic Walking auf die Erkrankung ergeben, könnte Nordic Walking als präventive Maßnahme eingesetzt werden. Bei Interesse der Teilnehmer werden wir versuchen, die Trainingsgruppen fortführen. Die Teilnahme an der Untersuchung ist für die Patienten kostenlos.