Nordic Walking & Parkinson

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Gisela Steinert

Mein Name ist Gisela Steinert. Ich bin 47 Jahre alt, verheiratet und habe eine Tochter von 28 Jahren.

Morbus Parkinson wurde bei mir im März 1997 diagnostiziert, wobei die ersten Symptome schon viel früher auftraten. Nach der Diagnosestellung riet man mir, die benötigten Medikamente zu nehmen und nicht weiter nachzudenken, da ich ja jetzt einmal 5 - 10 Jahre Ruhe hätte. Das tat ich natürlich nicht, las alles was ich in die Hände bekam und informierte mich überall.

Ich habe Anfang 2002 die Leitung der SHG U40-Südhessen (unter 40 Jahre erkrankt) übernommen, um anderen jungen Erkrankten in der Nähe einen Anlaufs- und Informationsort zu bieten der sie mit Vorträgen, Hilfestellungen und Seminaren unterstützt und bei der Bewältigung der Krankheit etwas hilft.

Ich versuche immer auf dem Laufenden in Sachen Parkinson und Gesundheitspolitik zu sein, besuche Symposien und andere Veranstaltungen.

Mir geht es von den kürzer werdenden ON-Phasen abgesehen, ganz gut. Ich bin seit Oktober 2004 in EU-Rente und habe dadurch fast noch weniger Zeit als vorher. Auch habe ich mit meiner Familie Glück, denn sie steht voll hinter mir.

Ich jogge noch sehr gerne und machte eines Tages mit meiner Gruppe einen Nordic-Walking Grundkurs mit. Dabei fiel mir auf, das gerade diejeniegen unter uns, die manchmal Trippelschritte machten oder ganz langsam gingen, große Schritte machten und an Schnelligkeit zulegten. Es machte allen großen Spaß und sie fühlten sich mit den Stöcken auch sehr sicher.

Ich dachte, man müsse doch eigentlich einmal untersuchen, inwiefern sich Nordic-Walking auf untrainierte Parkinsonerkrankte positiv auswirken könnte.

Ich sprach mit Frau Dr. Reuter vom Zentrum für Bewegungsstörungen. Sie war sofort beriet mitzuwirken. Wir machten uns dann auf die Suche nach Sponsorengeldern für die Studie (haben leider erst sehr wenig Zuschuss bekommen), nach Studienteilnehmern und Übungsleitern.

Anfang Juli konnte es dann mit den Vorunter-suchungen losgehen.

Ich wünsche allen an der Studie Mitwirkenden viel Spaß und möchte mich nochmals für die Hilfsbereitschaft bedanken!

10.8.2005, Gisela Steinert

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